Gemmotherapie – Die pflanzliche „Frischzellenkur“

Die Gemmotherapie ist eine relativ junge und sanfte Form der Phytotherapie (Therapie mit Pflanzen).

Die Gemmotherapie (Gemma = lat. die Knospe) nutzt die große Vitalkraft und Lebendigkeit, die jede Knospe in sich trägt, und macht sie als Heil- und Regenerationskraft für den Menschen nutzbar.

Die wertvollen aktiven Bestandteile dieser Arzneien werden aus dem Embryonalgewebe frischer Pflanzenknospen, aus jungen Schösslingen, Wurzelfasern und Triebspitzen der Pflanzen gewonnen. In diesen Pflanzenteilen steckt die meiste Kraft und die ganze Energie der zukünftigen Pflanze. Dieses Pflanzengewebe befindet sich in der Vermehrung und ist damit reich an pflanzlichen Wachstumfaktoren und Aminosäuren.

Schon der belgische Arzt und Entdecker der Methode, Dr. Pol Henry, glaubte zu wissen, dass im Embryonalgewebe der Pflanzen alle genetischen Informationen vorhanden seien und dort die höchste Potenz an Vitalität vorliegt.

So kann man die Gemmotherapie auch als pflanzliche „Frischzellenkur“ beschreiben. Das ist eine naturheilkundliche Vorstellung, die wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Wir können das jedoch metaphorisch so verdeutlichen.

Gemmotherapeutika wirken gemäß naturheilkundlicher Erfahrung reinigend, ausleitend und regulierend auf den menschlichen Organismus, wobei die Schulmedizin die Begriffe Reinigung und Ausleitung in der Schulphysiologie weder kennt, noch anwendet. Bei vielen Funktionsstörungen sollen  die Gemmotherapeutika eine Harmonisierung im Körper bewirken und damit die Beschwerden regulieren. Durch die Vitalkraft und Harmonisierung werden, wie wir glauben, die körperlichen Heilungs- und Regenerationsprozesse gefördert.

Gemmotherapeutika finden in der Praxis bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Krankheiten ihren Einsatz. Sie können sowohl als eigenständige Therapie aber auch als unterstützende Begleittherapie zu anderen Behandlungsformen und in der Rekonvaleszenz sowie zur Nachbehandlung nach Infektionen oder Antibiotikatherapien eingesetzt werden.

Gemmotherapeutika als Arzneimittel werden überwiegend in der Schweiz und Frankreich und mittlerweile auch in Deutschland hergestellt. Über die Wirkungen und Wirkmechanismen wissen wir noch nicht allzu viel, weil auch die Forschung hier teilweise noch in den Anfängen ist.